Nofler Wälder leiden massiv unter der Trockenheit
Die Trockenheit hinterlässt in Vorarlbergs Wäldern massive Spuren. In Nofels ist rund die Hälfte der im Frühjahr gepflanzten Jungbäume bereits abgestorben. Auch Fichten und Buchen geraten unter Druck.
Von oben erscheinen viele Wälder in Vorarlberg noch grün. Doch bei genauerem Hinsehen zeigen sich die Folgen des Wassermangels: Blätter verfärben sich vorzeitig, Jungbäume sterben ab und selbst wenige Zentimeter unter der Oberfläche sind die Böden teilweise staubtrocken.
Besonders deutlich werden die Schäden im Feldkircher Ortsteil Nofels. Georg Fulterer, Betriebsleiter der Agrargemeinschaft Altenstadt, berichtet gegenüber ORF, dass rund die Hälfte der erst im Frühjahr gepflanzten Jungbäume bereits abgestorben ist. Normalerweise liege die Ausfallsrate bei etwa zehn bis 15 Prozent.
Blätter verfärben sich bereits im Sommer
Nicht nur frisch gepflanzte Bäume leiden unter dem Wassermangel. Bei Birken, Buchen, Ahornen und Linden zeigen sich bereits im Sommer verfärbte Blätter.
Die vorzeitige Verfärbung ist ein Stresssignal. Die Bäume reduzieren die Versorgung ihrer Blätter und werfen sie schließlich ab, um Wasser zu sparen und die Trockenperiode zu überstehen.
Besonders schwierig ist die Situation für Fichten. Als Flachwurzler beziehen sie einen großen Teil ihres Wassers aus den oberen Bodenschichten. Genau diese sind derzeit stark ausgetrocknet.
Fulterer geht davon aus, dass Fichten und möglicherweise auch Buchen in den tieferen Lagen Vorarlbergs künftig kaum mehr eine Zukunft haben werden.
Ein Drittel des üblichen Regens fehlt
Die aktuelle Situation ist nicht allein auf einzelne heiße Wochen zurückzuführen. Laut ORF fällt in Österreich bereits seit September 2025 deutlich weniger Niederschlag als üblich.
(Quelle vol.at)
