Ein Ortsteil von Feldkirch und durch die Parzelle Bangs auch das westlichste Dorf Österreichs

Grünes Licht für Apotheke Nofels

12.01.2019 15:19

Beschwerde beim Verwaltungsgericht zurückgezogen. Apotheke kommt.

Die Apotheken-Versorgung in Feldkirch steht schon seit Jahren in Diskussion. Neos-Nationalrat Gerald Loacker hat dazu sogar im Nationalrat eine Anfrage an die Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein lanciert. Es geht um zwei Anträge, die sowohl im Stadtteil Nofels als auch in Tosters auf Errichtung einer Apotheke gestellt wurden. Die Chance auf Erfolg gibt es erst, seit der Europäische Gerichtshof (EuGH) 2016 den Gebietsschutz im städtischen Raum kippte. Seither laufen in Feldkirch zwei Anträge für Nofels und Tosters.

Die Wünsche der rund 4000 Nofler nach einer Apotheke dürften jetzt wahr werden. Denn eine für gestern, Freitag, angesetzte Verhandlung am Landesverwaltungsgericht wurde abgesagt. Die Beschwerde vonseiten anderer Apotheker gegen die Zulassung einer Apotheke in Nofels sei zurückgezogen worden, heißt es. Das bedeutet grünes Licht für Nofels. Ortsvorsteherin Doris Wolf freut sich: „Ich habe mit der Antragstellerin gesprochen“ erzählt sie. „Jetzt setzt man sich schnell zusammen, um alles auf Schiene zu bringen“. Die Antragstellerin selber war am Freitag nicht erreichbar. Der Standort der Apotheke wird im Zentrum von Nofels sein: Im Novale-Gebäude neben der Kirche sind die Räumlichkeiten für eine Apotheke eingeplant worden, jetzt kommen sie auch zur Nutzung. Offizielle Bestätigung von Seiten der Apothekerkammer gibt es noch keine, Präsident Jürgen Rehak sei noch nicht informiert worden. „Wenn das so ist, ist der Bescheid aber rechtskräftig“, erklärt er auf VN-Anfrage.

Rückschlag für Tosters

Im benachbarten Tosters, mit 6000 Einwohnern größer als Nofels, schaut es hingegen schlecht aus. Wie Christian Fiel von der Bürgerbewegung „Apotheke in Tosters“ bestätigt, wurde das Ansuchen in erster Distanz abgelehnt. „Es braucht in Nofels, genau wie in Tosters, eine Apotheke“, freut sich Fiel trotzdem für die Nachbarn. Man werde nun die Gründe für die Ablehnung prüfen und dann weitere Schritte setzen. Im Sinne einer „Stadt der kurzen Wege“ hält Fiel an der Forderung für eine Tostner Apotheke fest. Einen Gebietsschutz im urbanen Raum lehnt er ab.

(Quelle vn.at)