Ein Ortsteil von Feldkirch und durch die Parzelle Bangs auch das westlichste Dorf Österreichs

Apotheke Nofels - Zwischenstand - Bericht in der VN

15.06.2018 16:03

FELDKIRCH Das Tauziehen um zwei Apotheken in Feldkirch geht in die nächste Runde. Sowohl für den Stadtteil Nofels wie für den Stadtteil Tosters liegen bekanntlich Anträge auf Erteilung einer Konzession zur Errichtung und zum Betrieb von neuen Apotheken bei der Bezirkshauptmannschaft. Während die zuständige Behörde für Nofels in erster Instanz einen positiven Bescheid erlassen hat, wurde das Ansuchen für Tosters erst jüngst im Amtsblatt öffentlich gemacht. Sechs Wochen haben allfällige Kritiker die Möglichkeit, Einspruch gegen das Projekt zu erheben. Das können umliegende Apothekeninhaber tun, aber auch laut Apothekengesetz betroffene Ärzte, die den Bedarf an einer öffentlichen Apotheke als nicht gegeben erachten.

 

„An der positiven Einschätzung des Apothekenstandorts wird sich nichts ändern.“

 

Endlose Geschichte

Es ist nicht der erste Anlauf für eine öffentliche Apotheke in Tosters, wo immerhin rund 6000 Einwohner leben. Vielmehr hat sich die Angelegenheit zu einer endlosen Geschichte ausgewachsen. Vor zwei Jahren sammelte eine Bürgerinitiative fast 3000 Unterschriften, um dem Wunsch nach einer Apotheke den nötigen Nachdruck zu verleihen. Passiert ist in der Zwischenzeit nur eines: Die ursprüngliche Konzessionswerberin zog ihren Antrag mittlerweile zurück. Nun versucht eine andere Apothekerin aus dem Großraum Feldkirch an der gleichen Adresse ihr unternehmerisches Glück. Die Österreichische Apothekerkammer hat den Standort Tosters laut Jürgen Rehak (58) immer befürwortet, auch bei der ersten Antragstellerin. „Die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch verfügt über das entsprechende Gutachten“, bestätigte der Vorarlberger Apotheker-Chef auf VN-Nachfrage. Aufgrund der geänderten Voraussetzungen, zumindest was den Namen der Antragstellerin betrifft, muss jetzt allerdings eine neue Stellungnahme eingeholt werden. „An der positiven Einschätzung des Apothekenstandorts wird das aber nichts ändern“, versichert Jürgen Rehak.

Projekt abgesegnet

Zustimmung gibt es vonseiten der Apothekerkammer auch für den Standort in Feldkirch-Nofels. Dort ist zudem das erforderliche Behördenverfahren schon deutlich weiter gediehen. Die Bezirkshauptmannschaft als erste Instanz segnete dieses Apothekenprojekt bereits ab und erteilte die gewünschte Konzession. Aber noch gilt es, allfällige Beschwerden gegen den positiven Bescheid abzuwarten. Sollten etwaige Einsprüche einlangen, würde das Vorhaben zu einem Fall für das Landesverwaltungsgericht. Dorthin muss die Bezirkshauptmannschaft die einlangenden Einsprüche weiterleiten. Als nächster Schritt wäre die Durchführung eines ergänzenden Ermittlungsverfahrens erforderlich.

Langes Warten

Warten heißt es also jetzt für beide Konzessionswerber. Das Ansuchen aus Tosters kann nämlich, wie aus der Apothekerkammer verlautet, erst nach dem rechtsgültigen Abschluss des Verfahrens in Nofels entschieden werden. Die Bezirkshauptmannschaft hat die Weichen dahingehend gestellt, dass die erste von zwei endlosen Ansiedlungsgeschichten bald einmal abgeschlossen sein könnte. VN-MM

 

(Quelle vn.at)