Ein Ortsteil von Feldkirch und durch die Parzelle Bangs auch das westlichste Dorf Österreichs

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Zwei Nofler berichten über Hilfsprojekte in Tansania

12.04.2015 17:37

Tansania – zwischen Tradition und Fortschritt“ lautete der Titel des Bildervortrags von Dr. Manfred Fiel und Horst Böhler in der Volksschule Nofels, bei dem die Vortragenden einen mutigen Tatsachenbericht lieferten.

Diesen Sommer fahren die beiden Nofler Dr. Manfred Fiel und Horst Böhler bereits zum achten Mal nach Tansania, wo sie sich für verschiedene Projekte in Krankenhäusern und Schulen engagieren. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit bilden die Bereitstellung von sauberem Wasser, eine nachhaltige Beseitigung von Abwasser und Abfällen sowie die Ausbildung junger Menschen und eine vor Ungeziefer sichere Lagerung von Reis.

Alles begann mit einem Brunnen im Jahr 2011, den Manfred Fiel in Ifakara baute. „Die Bewohner des Dorfes (80.000 Einwohner, Anm.) mussten zuvor über zwei Stunden laufen, um zu Wasser zu gelangen“ sagte er im ersten Teil, in dem er mutig über Land und Leute sprach, so wie er es erlebte und erlebt. 94.500 m2 beträgt die Fläche von Tansania, so groß wie Frankreich und Deutschland zusammen. In diesem interessanten Ostafrikanischen Land, das von Deutschland und England kolonialisiert wurde, leben 120 ethnische Gruppen ziemlich friedlich miteinander. „Nur in Sansibar erlebten wir als Christen die Spannung mit den Muslimen“ so Fiel. Probleme gäbe es zuhauf. Der Referent sprach etwa die Unpünktlichkeit an oder Bescheidenheit, welche den Tansaniern fremd wäre. „Leistung lohnt sich nicht, denn die Verwandtschaft fordert ihren Teil ein. Oder Leute die erfolgreicher sind werden als aufsässig und respektlos betrachtet.“

 

Im zweiten Teil nach etlichen skurrilen Fotos von den letzten Reisen sprachen die Vortragenden über die Hilfsprojekte und die Hauptprobleme Korruption, sauberes Trinkwasser sowie der Unmotiviertheit der lokalen Bevölkerung, etwas für die Gemeinschaft zu machen. Dass sich die beiden Vorarlberger viele Gedanken machen, wie die Hilfe am besten und längerfristigsten funktionieren kann, wurde an diesem Abend den zahlreich erschienenen Interessenten klar. Sie verliehen der Faszination dieses Landes, der Menschen und der Natur durch ihre Bilder und Worte Ausdruck. Die Spenden werden aktuell für den Bau einer Wasserleitung im Norden von Tansania verwendet (vol.at - BK)