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Tchibo AT Gewinnspiel

Sportfreunde Nofels - vorzeitiger Meister der Hobbyliga 2015

03.09.2015 09:46

Der Fisch Ist Gelutscht: Meister-Equipage Statt Blamage!

On 1. September 2015
adi

Trotz Dauerkritik der Presse lieferte er heute eine starke Partie ab: Senior Adi

Nur haarscharf an einer Blamage sind die Sportfreunde vergangenen Montag beim letzten Saisonheimspiel gegen den FC Klaus vorbeigeschlittert, am Ende konnte man stattdessen aber sogar vorzeitig den Meistertitel einfahren!

Dabei machten die Nofler bei Prachtwetter und mit Prachtpublikum im Rücken eigentlich von Beginn an da weiter, wo sie beim souveränen Sieg gegen Weiler vergangene Woche aufgehört hatten. Mit druckvollem Spiel wurden einige gute Möglichkeiten herausgespielt und sich gefällig nach vorne kombiniert, während man in der eigenen Hälfte stets alles im Griff hatte und so gut wie nie Gegentorgefahr aufkam. Hilfreich war dabei natürlich schon auch, dass der FC Klaus die ersten Minuten mit einem Mann weniger am Feld auskommen musste. Aber auch bei Elf gegen Elf war man in der ersten Halbzeit stets Herr der Lage. Und das obwohl sich Altach-Legende Gert Zöhrer in die Höhle des Löwen (= Martin Bröll) wagte, das Duell mit dem Weltklasse-Judoka annahm und von Anfang an richtig Gas gab. Zugegeben: Er ging Martin am Spielfeld wohl bewusst aus dem Weg und war immer am anderen Ende des Spielfelds zu finden – aber wer kann ihm das schon verübeln? Man weiß ja, wer der Babo ist (oder wie die jungen Leute heutzutage das halt so sagen).

Die Offensivbemühungen der Nofler wurden auch bald belohnt, schon früh stellte man die Weichen auf Sieg: Das 1:0 erzielte Andreas Amann nach Idealvorlage von Joachim Stadelmann, bei dem er sich später revanchierte und ebenfalls uneigennützig für den Assistgeber des ersten Treffers das 3:0 auflegte, nachdem er selbst von Adi Moosbrugger perfekt freigespielt wurde. Dazwischen hatte Rene Dobler bereits auf 2:0 erhöht und Hannes Gau sorgte mit seinem Abstauber nach einem Eckball und damit dem vierten Treffer für die vermeintliche Vorentscheidung. Die Führung war auch in dieser Höhe zu diesem Zeitpunkt verdient.

Ein komfortables 4:0 sollte man auch gegen einen FC Klaus, von dem man weiß, dass er bis zum Schluss kämpft wie die sportfreunde-nofels.at-Redaktion mit der Rechtschreibung, eigentlich dann doch über die Zeit bringen können. Vor allem dann, wenn die Stadionuhr den Gästen nur mehr knappe 30 Minuten für eine Aufholjagd zubilligt. Doch es sollte an diesem Abend noch einmal spannend werden, und das obwohl die Nofler sogar das 5:0 auf der Schaufel hatten: Nach einer weiteren schönen Kombination über Mathias Mätzler und Joachim Stadelmann wurde Andreas Amann im Strafraum gefällt wie eine morsche Eiche und trat gleich selbst zum Elfmeter an. Dass er dabei keinen Anlauf nahm kann man in Anbetracht seines betagten Alters und der Angst, dass er es bei zu weitem Anlauf nach dem Schuss nicht mehr zurück ins Sauerstoffzelt schaffen würde, aus Effizienzgründen ja vielleicht noch nachvollziehen. Die Ausführung seines Elfmeters ließ aber selbst den sich auf der VIP-Tribüne über das Buffet hermachenden Papst ungläubig zurück. Für eine adäquate Beschreibung des Geschehenen fehlt der deutschen Sprache das entsprechende Wortinventar, man müsste wohl auf die Runen der barbarischen Nordvölker des frühen 6. Jahrhunderts n. Chr. zurückgreifen. Packt meine gratis Testversion von Microsoft Word 1995 aber grad nicht, deswegen verweisen wir an dieser Stelle stattdessen auf das Fun Fact des Tages: Die Nofler haben in dieser Saison alle drei erhaltenen Elfmeter ziemlich kläglich vergeben. Die drei Meisterschützen werden dafür den Teamkameraden wohl gemeinschaftlich ein Spanferkel gefüllt mit Landjägern opfern müssen.

Der Schock saß nach diesem traumatischen Erlebnis bei allen wohl noch tief, denn praktisch im Gegenzug kassierten die Sportfreunde nach einem sehenswerten Spielzug der Gäste den 1:4 – Anschlusstreffer. Außer dem Ärgernis, dass man dadurch im letzten Heimspiel den allerersten Gegentreffer hinnehmen musste, wäre das soweit noch nicht dramatisch gewesen. Sofort nach dem Anspiel vertändelte man allerdings den Ball plumper als wir uns nach sieben Appletinis auf der Tanzfläche aufführen und spektakulärer als wir uns dabei fühlen und kassierte prompt das 2:4. Ab diesem Zeitpunkt lief bei der Heimmannschaft praktisch nichts mehr: Vorne konnte man die Kugel nicht halten, meist verlor man sie aber ohnehin schon im Spielaufbau. Und hinten kam man dadurch natürlich immer mehr in Bedrängnis. Auch das Ausschöpfen des Wechselkontingents brachte keine Stabilisierung und so musste man 10 Minuten vor Spielende sogar noch das 3:4 hinnehmen – was bei so manchem Auslöser von Geisteszustände abseits der Norm gewesen sein dürfte, zumindest eine bisher unentdeckte Form von temporärer Dyskalkulie ist als Folgewirkung gleich mehrfach belegt: So beeilte sich etwa der sich in seinem Privatduell mit Gert Zöhrer prächtig schlagende Martin „Babo“ Bröll nach dem Anschlusstreffer der Gäste besonders mit dem Anstoß und forderte seine Mitspieler auf, trotz nach wie vor bestehender Führung auf den Siegestreffer zu drängen. Beobachter aus dem Publikum wähnten die Sportfreunde gar bereits mit 2:3 im Rückstand!

Trotz des Ausbruchs solch seltsamster gedanklicher Auswüchse brachten die Nofler den knappen Vorsprung irgendwie über die Zeit, ohne in den letzten Minuten je den Verdacht von Souveränität zu erwecken. Fast ungläubig wie inzwischen der völlig desillusionierte Papst auf der Tribüne nahm man nach Schlusspfiff dann die frohe Kunde entgegen, dass man trotz des peinlichen Auftritts in der Schlussphase bereits eine Runde vor Ende der diesjährigen Saison die Titelverteidigung feiern könne, da der einzige verbleibende Verfolger aus Fraxern zeitgleich eine Niederlage hinnehmen musste. Und das tat man dann auch mit einem standesgemäßen „Humpa“ und einem schmackhaften Meisterbankett in Hubert und Ingrid Moosbruggers Gartenrestaurant – besten Dank dafür!!

Fazit: Gut eine Stunde lief heute alles nach Plan, danach gar nichts mehr. Dennoch wurde man am Ende mit dem nächsten Meistertitel belohnt und darf gut und gerne drauf pfeifen, was heute gegen Schluss hin alles nicht mehr gepasst hat. Das letztes Saisonspiel kommenden Mittwoch um 18:00 Uhr in und gegen Rankweil wird damit zur reinen Kür, dennoch wollen die Sportis nochmal zeigen, dass man es auch über 90 Minuten besser kann als heute gegen Ende und anschließend natürlich mit allen Zuschauern auf die erfolgreiche Saison anstoßen! Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele nochmal mit uns mitfiebern und -feiern!

 

Men and Women of the Race sind diesmal unsere treuen Edelfans, Altherren, Ultras, Glücksbärchis und alle andere, die auch heute wieder zahlreich zum Sommerkick erschienen sind. Ein dickes Danke vom ganzen Team dafür, dass ihr bei jedem Scheißwetter zu unseren Spielen und sogar Auswärtsspielen kommt, uns anfeuert, unsere Spiele bei Freunden anpreist und sogar unsere entweder viel zu kurzen oder einfach nur dämlichen Spielberichte lest!! Gut, vielleicht kommen manche von euch auch nur wegen Bier und Wurst. Oder weil euch die Entscheidung, ob ihr heute „Navy CIS“, „Army CIS“, „Special Victims CIS“, „Miami CIS“, „CSI CIS“ oder die vierhundertsiebenundneunzigste Wiederholung von „Two and a half men“ anschauen sollt, so in Panik versetzt hat, dass ihr fluchtartig aus dem Haus gestürmt seid und nur zufällig am Fußballplatz gelandet seid. Oder ihr müsst gar mit gratis Hugo zum Match gelockt werden (wie z.B. Nadine), nur um dann eh das meiste zu verpassen und sich am Ende zu wundern, warum wir trotz vermeintlicher Niederlage eigentlich eh ganz fröhlich dreinschauen (wie z.B. Nadine). Macht aber nix, ihr seid trotzdem die Besten und mit euch macht das ganze Gekicke erst so richtig Spaß! Ganz großes Tennis! Echt jetzt! Danke!!

(Quelle sportfreunde-nofels.at)