Ein Ortsteil von Feldkirch und durch die Parzelle Bangs auch das westlichste Dorf Österreichs

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Goldruten Pflege-Einsatz der Vielfalter im Bangser Ried

04.08.2015 04:35

Neun freiwillig ehrenamtlich Tätige haben es sich im Rahmen des “Vielfalter-Camps” zur Aufgabe gemacht, sich in ihrem Urlaub in Vorarlberger Natura 2000-Gebieten eine Woche lang für die Natur zu engagieren.        

So wurde von ihnen bereits eine steile Hangwiese im Klostertal gemäht und vor der Verbuschung bewahrt. Im Natura 2000-Gebiet Bangs-Matschels rückten sie den Kandischen Goldruten zuleibe. Diese Pflanzen zählen zu den so genannten Neophyten, also Neuzuwanderern unter den Pflanzen. Läßt man sie gewähren, verdrängen sie zunehmend die heimische Flora. Damit würden viele einheimische Pflanzen- und damit auch Tierarten – die meisten von uns unbemerkt – verschwinden.

Das wollten die engagierten Personen nicht einfach hinnehmen. Unter Anleitung der beiden Gebietsbetreuerinnen Judith Heeb und Jutta Soraperra köpften sie die Eindringlinge und verhinderten damit die Samenbildung. “Für uns ist das Engagement der jungen Leute eine große Unterstützung. Sie mähen an Stellen, wo die Bauern mit den Traktoren nicht hinkommen und Handarbeit notwendig ist,” freuen sich die beiden unisono.

Die Idee zum “Naturvielfalter-Camp” entwickelten die Biologen Johanna Kronberger, Marlies Sperandio und Hans Willem Metzler. Sie organisierten die Einsätze der Freiwilligen. “Uns ist es wichtig, etwas Sinnvolles für den Schutz der Natur zu leisten und gleichzeitig Wissen über die Vorgänge in Schutzgebieten zu vermitteln. Die nächsten Einsätze führen uns ins Rheindelta, wo wir eine Wiese von Weiden und Goldruten befreien und so vor dem Verbuschen retten und auf den Ludescherberg, wo wild wuchernde Hecken darauf warten, dass wir sie zurück drängen,” meint eine der Camp-Organisatoren Johanna Kronberger.

Die Teilnehmerinnen kommen aus ganz Österreich. Sie sind sich einig, dass sie mit den Einsätzen auch für ihre eigene Fitness sorgen. “Mit den ungewohnten Arbeiten werden Muskeln trainiert, die sonst eher ein ruhiges Dasein geniessen,” meint eine Teilnehmerin. Also eine Win-Win-Situation für Mensch und Natur. Der Einsatz in Bangs-Matschels hat ihnen so gut gefallen, dass sie erwägen nächstes Jahr wieder beim Zurückdrängen der Goldrute mitzuhelfen.

(Quelle: vol.at)

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