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Büchel Marcel aus Nofels - Debüt im Fussballnationalteam von Liechtenstein gegen Schweden

07.10.2015 11:33

High noon“ im Klubhaus des FC Triesen, als exakt um 12 Uhr Mittag Marcel Büchel an der Seite seines Mentors und früheren Förderers Rene Pauritsch den Pressekonferenzraum betritt. Nach der ersten Trainingseinheit mit dem Liechtensteiner Team findet Teamchef Pauritsch die richtigen Worte, um seinen neuen Schützling vorzustellen. Flankiert wurde der 51-jährige Steirer aber nicht nur von Neo-Teamspieler Büchel, sondern auch von Mario Frick. Sechs Jahre nach dem ersten Aufeinandertreffen kreuzen sich damit wieder die Wege der beiden Kicker. 2009 war Frick (41) Italien-Profi beim AC Siena, als Büchel als 18-Jähriger zum Klub in der Toskana wechselte und in der Primavera-Mannschaft seine ersten Spiele in Italien absolvierte. „Mir ist er schon damals aufgefallen“, erinnert sich Frick und beschreibt den jungen Büchel als Kicker mit einem „super linken Fuß und extrem laufstark. Wir haben praktisch jede Woche ein Testspiel gegen die Jungen gemacht, da hat er seine Qualitäten schon gezeigt.“ Nun, da Frick mit dem Österreich-Spiel als Nationalspieler von der Bühne abtritt, will der Vorarlbeger in die Fußstapfen des Rekord-Nationalspielers (123) Liechtensteins treten. Somit ist das Österreich-Spiel am Montag für beide ein ganz besonderer Moment.

Viel Lob für ÖFB-Team

Für Empoli hat Büchel am Sonntag sein erstes Serie-A-Match bestritten. Warum seine Premiere kurz vor der Pause jäh endete, war keiner Verletzung geschuldet. „Ich habe nach gut zehn Minuten einen Schlag gegen die Brust bekommen und danach Übelkeit verspürt“, klärt Büchel auf. Die Herausnahme war laut dem Mittelfeldspieler eine Vorsichtsmaßnahme, seinem Debüt im Nationalteam stehe deshalb nichts im Wege. Im Gespräch mit den VN nahm Vorarlbergs Fußballer des Jahres 2013 zu weiteren brisanten Themen Stellung.

LIECHTENSTEIN? Ich freue mich extrem, für das Team spielen zu können. Ich will meine ganze Professionalität einbringen. Mario (Frick) ist mir diesbezüglich ein Vorbild. Gegen Schweden und Österreich beginnen zu dürfen, ist ein Traum. Und in der WM-Qualifikation warten ab Herbst 2016 die Spiele gegen Spanien und Italien, wo ich ja die meisten Spieler kenne.

SERIE A? Von der Intensität des Spiels, aber auch vom Medienaufkommen natürlich weit über die Serie B zu stellen. Das Debüt war natürlich ganz speziell für mich, auch wenn ich es mir anders vorgestellt habe. Ich wollte mir nicht zu viel Druck auferlegen. Als Ziel für die erste Saison habe ich mir 20 Spiele gesteckt. Wichtig ist für mich, dass ich mich durchsetze, dann sehen wir weiter.

BOLOGNA? Mit dem Klub bin ich aufgestiegen. Ich habe immer noch viel Kontakt zu den Spielern.

JUVENTUS? Mein Vertrag läuft noch bis 2016. Möglicherweise aber kommt es noch im Winter zu einem fixen Verkauf. Mein jetziger Klub möchte mich aus dem Vertrag rauskaufen.

FC EMPOLI? Ich bin stolz, in Empoli zu sein. Wir spielen einen attraktiven Fußball und haben viele junge Spieler in der Mannschaft.

ÖSTERREICH? Ich hoffe nicht, dass nach all den Jahren noch immer welche glauben, ich hätte als junger Spieler im Team eine Stammplatzgarantie gefordert. Vielleicht hat es so kommen müssen, wie es gekommen ist. Ich finde es super, wie sich das österreichische Team entwickelt hat. Mit Dragovic, Garics, Weimann oder Özcan habe ich ja selbst noch gespielt. Früher wurde man als Österreicher belächelt, heute wird man geschätzt – auch ein Verdienst des Teamchefs. Wir freuen uns auf die Party in Wien und wollen uns gut präsentieren.

 

(Quelle: Vorarlberger Nachrichten)